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Maren Foos ist Hessische Jugendmeisterin

Im Trio reisten die LG-Stabhochspringerinnen Karla Foos, Maren Foos und Laura Brandner zu den Hessischen U20-Jugendmeisterschaften nach Gelnhausen. Im Trio besetzten sie mit einem klassischen „sweep“ das Siegerpodest. Im Trio verließen sie die Städtische Sportanlage an der Kinzig „erschwert“ um Edelmetall um den Hals. Doch der Reihe nach: Aus Gründen der Pandemie bereits im zweiten Jahre als sogenannte „late season“ deklariert, hat der Hessische Leichtathletik-Meisterschaften für alle Altersklassen in den August/September verschoben. Einerseits ermöglichte dies eine Verlängerung der Trainingsphase, andererseits kollidierte die direkte Wettkampfvorbereitung mit ferienbedingten Abwesenheiten der Sportlerinnen. Dementsprechend unterschiedlich gestalteten sich die Trainingswochen vor der Meisterschaft. Die LG-Athletinnen hatten sich im Vorfeld mit ihren Bestleistungen auf 17 cm zusammengeschoben, diese spannende Ausgangslage versprach ein offenes Ende. Laura Brandner hatte die Ferienzeit zur Entwicklung ihres Anlaufrhythmus verwendet, der im Wettkampf immer wieder aufblitzte, andererseits aufgrund noch fehlender Stabilität auch zum einen oder andere Abbruch des Versuches führte. Dies führte dazu, dass Laura mit 2.40m hinter ihrer Saisonbestleistung von 2.60m zurückblieb, sich aber schlussendlich für das konstante Training mit der Bronzemedaille belohnte. Karla Foos, noch Angehörige der Altersklasse U16, ließ keinen Klassenunterschied erkennbar werden. Ihr gelang es bis einschließlich 2.40m alle Höhen im ersten Versuch zu meistern, erst ein Stabwechsel zum zweiten Versuch der neuen Bestleistungshöhe von 2.50m unterbrach ihre bis dahin konstante Serie von Anläufen. Höhengleich mit Laura war Karlas fehlerfreie Sprungserie ausschlaggebend für den Gewinn der Silbermedaille. Ebenfalls ohne Fehlversuch bis einschließlich ihrer persönlichen Bestleitung von 2.50m blieb Maren Foos, die sich damit – ein wenig überraschend – zur frischgebackenen Hessischen Meisterin 2021 kürte. Ihre Anlaufbeständigkeit in Verbindung mit einer effektiven Lattenüberquerung ermöglichten das i-Tüpfelchen eines in dieser Form für die „LG-Stabis“, die nach zweieinhalb Jahren ihrer Aktivitäten noch zu den Anfängern gezählt werden müssen, nicht erwarteten Meisterschaftsverlaufes. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass es um die „urolympische Sportart“ Stabhochsprung in Hessen zurzeit nicht sonderlich gut bestellt ist. Hinter der unangefochtenen U20-Europameisterin (Sara Vogel/LG Seligenstadt), die auf die Titelkämpfe verzichtete, bildet die Trainingsgruppe Stabhochsprung der LG als einzige in Hessen mehrere Athletinnen für diese Disziplin mit ihrem hohen Aufforderungscharakter aus. Alle drei Starterinnen versuchen sich am kommenden Wochenende erneut bei den Titelkämpfen in der Frauenklasse. Hier dürfte die Luft erfahrungsgemäß etwas dünner werden, der tolle Erfolg aus Gelnhausen dürfte die LG-Athletinnen jedoch zusätzlich beflügeln, um auch das Burgfeld zu Friedberg mit Beutestücken im Gepäck gen Doppelstadt zu verlassen. Flankiert werden sie zudem durch Gabriel und Jonathan Wirths in der Männerklasse. Für Gabriel wird es nach längerer Verletzungspause und gezieltem Reha Training eine Standortbestimmung werden, eine Prognose ist hier schwierig. Jonathan zeigt sich nach einer langwierigen Fersenprellung gut erholt und nähert sich den im Frühjahr realisierten Anlaufgeschwindigkeiten. Diese gilt es, aus dem Wettkampfanlauf noch stabiler in die Gesamtbewegung zu übertragen, sollte dies gelingen, könnte eine vordere Platzierung für Jonathan durchaus im Bereich des möglichen liegen.

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