LG-Stabhochspringer:innen nähern sich in Aschaffenburg sauerstoffarmen Regionen

LG-Stabhochspringer:innen nähern sich in Aschaffenburg sauerstoffarmen Regionen

Einer der immer noch sehr raren Wettkampfgelegenheit nahmen vier LG-Aktive der Trainingsgruppe Stab im unterfränkischen Aschaffenburg wahr. Die dortige DJK hatte zum 2. Corona-Sportfest in das nahe dem überregionalen Erholungsgebiet „Schönbusch“ gelegene, weitläufige Sportareal geladen.

Dieser folgten auch eine stattliche Anzahl an Stabhochspringer:innen aus dem süddeutschen Raum. In Verbindung mit den sommerlichen Temperaturen und dem leichten Schiebewind fanden die Sportler:innen beste Rahmenbedingungen für gute Wettkampfergebnisse vor.

Für Jonathan Wirths, bedingt durch einen Trainingsunfall im Mai und die daraus folgende langwierige Fersenprellung mit Trainingsrückstand angereist, bestritt seinen ersten Wettkampf nach 11 Monaten Abstinenz. Als Wettkampftyp bekannt, gelang es ihm schon im Einspringen etwas unvorhergesehen, längeres und härteres Stabmaterial als in seiner langen Trainingsperiode verwendet, zum Einsatz zu bringen. Das dies aufgrund der wenigen Erfahrung mit diesen Stäben jedoch auch eine große Spannweite an gezeigten Sprungmustern nach sich zog, war fast zwangsläufig. So blieb es bei einem mehr als deutlich gültigen Sprung über die Anfangshöhe von 3.93m. Bei 4.13m waren einmal die Tiefe der Ständer unpassend oder auch das Timing von Anlauf und Stababnahme ausbaufähig. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die von Jonathan erzielte Höhe 32cm über dem Saisoneinstieg 2020 lag. Jetzt bedarf es einer Wettkampfroutine, die aufgrund des geringen Angebotes jedoch nicht einfach zu erreichen sein dürfte.

In der Altersklasse U20 weiblich war die LG mit Maren Foos und Laura Brandner gleich doppelt vertreten. Maren war mit den beim hiesigen Stadionfest erzielten 2.50m angereist, zeigte in einzelnen Sprüngen eine verbesserte Anlaufgestaltung, hatte aber auch hin und wieder mit Rhythmusproblemen zu kämpfen, was zu einzelnen Fehlversuchen zu Wettkampfbeginn führte. Schlussendlich standen bei Ihr 2.43m im Wettkampfprotokoll, die sie in ihrem dritten Versuch sehr deutlich übersprang. Ein verstärktes Athletiktraining über den Sommer sollte sie für die „Late Season“ im September in die Lage versetzen, z. B. bei den Hessischen Meisterschaften noch eine ordentliche Schippe auf ihre persönliche Bestleitung draufzupacken.

Das gleiche Ziel verfolgt auch Laura Brandner, die sich erst vor 10 Tagen auf 2.42m verbessern konnte. Laura absolvierte ihren Wettkampf sehr fokussiert, es gelang ihr, die im Training angepasste Anlaufgestaltung jetzt auch in der Wettkampfsituation fast schon präzise zur Anwendung zu bringen. Dies hatte zur Folge, dass Laura bis einschließlich der neuen Besthöhe von 2.53m alle Höhen im ersten Versuch sprang, und erst bei 2.62m den Wettkampf mit drei ungültigen Sprüngen beenden musste.

Ebenfalls so hoch wie noch nie sprang Karla Foos. Zwar ließ das Einspringen noch größere Höhen erwarten, mit den am Ende übersprungenen 2.43m bestätigte die U16-Athletin ihr gegenüber dem letzten Jahr deutlich höheres Wettkampfniveau. Für sie gilt, die effektiven Sprungmuster im Training zu stabilisieren bzw. auszubauen. Danach dürfte es nicht mehr lange auf sich warten lassen, bis Karla das in ihr schlummernde Leistungsvermögen vollständig abrufen wird.

Die Trainingsgruppe Stab hofft nunmehr auf weitere Wettkampfgelegenheiten, die letztendlich das Salz in der Suppe sind. Es zeigt sich, dass immer mehr Veranstalter mutig werden, und auch kurzfristig Wettkampfangebote schaffen. Voraussichtlich nächster Einsatztermin für die TG Stab wird ein vom ASC Darmstadt geplanter Springerabend am 13.7. sein.

Nachtrag: Am 1.7. sprintete Laura Brander zu einer neuen Bestleistung über 100m. Ohne jegliches Starttraining war der Wettkampf als Schnelligkeitstest geplant. Laura drückte ihre zwei Jahre alte Bestleitung auf jetzt 13,78 sec.. Auch Jonathan Wirths versuchte sich nach der noch nicht komplett auskurierten Fersenprellung im Kurzsprint, seine erzielten 12,35 sec. galten nach der verletzungsbedingten Trainingspause als Standortbestimmung und zeigen die noch zu erschließenden großen Leistungsreserven bei Jonathan.

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