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Perspektiven für LG-Stabis bei Landesmeisterschaften

Trotz der erhebliche Verordnungsvorgaben hinsichtlich des Hygienekonzeptes ist es dem Hessischen Leichtathletik-Verband mit viel logistischem und organisatorischem Aufwand gelungen, seine Hessischen Hallenmeisterschaft 2022 zur Freude der Aktiven termingerecht am vergangenen Wochenende am Bundesstützpunkt Frankfurt-Kalbach durchzuführen. Ein extrem wichtiges Zeichen für alle Athletinnen und Athleten, die im harten Wintertraining stehen und so dringend Möglichkeiten zur Formüberprüfung in Form von Wettkämpfen benötigen. So war auch die Vorfreude des qualifizierten LG-Stabtrios und der Sprinterin Juliane Büchsel sehr groß, ihre Disziplinen bei angenehmen Temperaturen und mit einem „Dach über dem Kopf“ durchzuführen. Juliane nutze die Chance über 60m und brachte ihren Vorlauf bei den Frauen in guten 8,39sec hinter sich. Ihre Leistungskurve zeigt nach längerer Wettkampfpause wieder nach oben, man darf bei ihr auf den Sommer gespannt sein. Dass guten Wettkampfbedingungen auch ungewohnt sein können und nicht automatisch zu Leistungssprüngen führen, mussten Karla Foos (U18) und Laura Brander (Frauen) realisieren. Bei Laura, die u. a. aufgrund ihrer kürzlich erfolgreich absolvierten C-Lizenz im November/Dezember auf sieben Wochenend-Trainingseinheiten verzichten musste, war zwar die Anlaufsicherheit überraschend stabil, jedoch hinkten die technischen Abläufe in der Sprungvorbereitung und -durchführung noch deutlich hinter den Bewegungsmustern des vergangenen Sommers zurück. Mit abschließend übersprungenen 2.30 m erkämpfte sich Laura trotz der noch nicht genutzten Leistungsreserven noch einen Platz auf dem Podium und konnte damit eine Bronzemedaille für sich und das Team sichern. Karla Foos, die ihren ersten Hallenwettkampf absolvierte, zeigte über ihre ersten beiden Höhen (2.20m/2.30m) eine deutliche Technikentwicklung, die sie sich über den Winter erarbeitet hatte, aber in dieser Deutlichkeit bisher noch nicht sichtbar wurden. Karla schien über die verlängerten Luftfahrten noch etwas überrascht und hatte dann bei 2.40m kleinere Schwierigkeiten mit dem Timing, die an diesem Tag noch zu ungültigen Versuchen führten. Mit etwas mehr Wettkampfroutine dürfte es für Kara in nächster Zukunft in Richtung ihrer persönlichen Bestleistung (2.50m) und darüber hinaus gehen. Auch hier war das Ergebnis für eine Medaille gut, hinter der souveränen neuen Hessenmeisterin Milena Sackewitz (TSV Kirchhain) packte Karla zur Rückfahrt eine Silbermedaille in ihr Handgepäck. Ihr Faible für eine andere Disziplin lebte Karla dann noch einen Tag später über die 800m aus. Mit der letzten Meldezeit angereist gelang es ihr im mit u. a. zwei Bundeskaderathletinnen gespickten Feld zwei Athletinnen mit deutlich schnelleren Bestzeiten hinter sich zu lassen und in neuer Hallenbestleitung von 2:42,95min den elften Platz zu erzielen. „Oldie“ Jonathan Wirths ging dann mit einer guten Generalprobe vom vorvergangenen Wochenende im Rücken in den Wettbewerb der Männer. Plan war, über eine Anlaufverlängerung noch mehr Energie für die Stabbelastung zu generieren, was zu Beginn des Einspringens erst einmal geflissentlich misslang. Nach einem abgebrochenen Versuch nutze Jonathan diesen „Hallo-Wach-Effekt“ für seinen bisher mit Abstand besten Meisterschaftswettkampf. Mit dem souveränen Überqueren von vier Metern als Einstiegshöhe im ersten Versuch, gelang ihm dies auch über 4.10m und 4.20m. Alle Versuche zeigten das Potential von Jonathan. Über die Höhe von 4.30m war dann der verwendete Stab doch deutlich zu weich aber ein Wechsel auf das längere Stabmaterial stand noch nicht auf dem „Matchplan“. Dies steht möglicherweise am nächsten Samstag im Rahmen der rheinland-pfälzischen Landesmeisterschaften in Ludwigshafen auf der Agenda, sofern es das dortige Hygienekonzept abschließend zulässt, Aktive von außerhalb des Verbandsgebietes zuzulassen. Am gleichen Tag finden in Hanau die hessischen U20-Meisterschaften statt, bei der das im Sommer 2021 bei der Freiluftmeisterschaft erfolgreiche weibliche LG-Trio an den Start gehen wird. Seinerzeit wurde bekanntermaßen das komplette Podium geentert. Entsprechend motiviert werden Karla Foos, Laura Brandner und die amtierende U20-Meisterin Maren Foos in die Goldschmiedestadt reisen.

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